Stationen meines Weges

Über mich

Ich bin zutiefst dankbar für mein bisheriges Leben, das gleichermaßen inspirierend, reich und bunt, als auch herausfordernd war, voller tiefgreifender Erfahrungen und unvorhergesehener Wendungen. Weil ich oft meiner Intuition und Neugierde für neue Felder gefolgt bin, bin ich viele Male umgezogen, zunächst von Stadt zu Stadt in Deutschland (München, Frankfurt, Marburg, Berlin, Leipzig), und dann auch von Land zu Land (England, Schweiz). Jeden dieser Umzüge erlebte ich wie das Umblättern eines neuen Lebenskapitels. Daher habe ich weiter unten einen ausführlicheren biographischen Bericht um diese Umzüge herum angeordnet, angefangen von meiner Geburt 1969 in München bis in die Gegenwart hineinreichend.

Mein vollständiger akademischer Lebenslauf kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Ein Leben für Kunst, Forschung und Gesellschaft

Tanias wichtigste Stationen


Kindheit & Jugend & Ausbildung & Theater & Oper
Forschung: Social Brain & Caring Economics & Bewusstseinsforschung
Mentale Trainingsprogramme & Transfer & Kultur

Mein Leben in einigen Bildern

Meine Lebensphasen


1969-1982

KINDHEIT IN MÜNCHEN UND BAYERN

Ich kam am 8.12.1969 als eineiiger Zwilling zusammen mit meiner vier Minuten älteren Schwester Nathalie in München zur Welt. Ich wuchs zusammen mit ihr, meinem Vater, Wolf Singer, und meiner französischen Mutter, Francine Singer, die ersten 12 Jahre in München auf.

Zunächst besuchten wir einen französischen Kindergarten und Grundschule, bevor wir dann im siebten Lebensjahr auf eine deutsche Grundschule und später ein Gymnasium in München, das Oskar-von-Miller-Gymnasium, wechselten.

Meine Kindheitsjahre waren geprägt von vielen Besuchen bei meinen geliebten Großeltern: die deutschen Großeltern wohnten auf dem Lande in der Nähe von München an einem wunderschönen See mit Blick auf die Alpen. Mein Großvater war Landarzt und passionierter Bergsteiger. Meine französischen Großeltern hatten ein urfranzösisches, gemütliches Haus im Norden Frankreichs, in dem wir als Kinder viele Ferien und ausgedehnte Familienfeiern erlebten.

1982-1989

GYNMASIUM IN FRANKFURT UND ERSTE SCHRITTE IM THEATER UND OPER

Mit 12 Jahren zogen wir nach Frankfurt am Main, weil mein Vater dort als Wissenschaftler einen Direktorenposten am Max-Planck-Institut für Hirnforschung angeboten bekommen hatte. In dieser Zeit verfolgte ich parallel zur Schule meine Liebe und Passion für Theater und Oper, indem ich die ersten Praktika und Regieassistenzen in Opern und Theatern in Frankfurt und Freiburg absolvierte und mehrere Kurse in Tanz (Flamenco, Steppen, Modern), Jonglage und Pantomime verfolgte.

1989 machte ich dann mit einem Notendurchschnitt von 1.4 das Abitur, was mir erlaubte, mein nächstes Lebenskapitel als Studentin an der Universität zu starten. In 1989 verließ ich daher mein Elternhaus in Frankfurt.

1992-1996

VORDIPLOM IN PSYCHOLOGIE IN MARBURG AN DER LAHN

Nach ein paar aufregenden Reisen in die Türkei, Russland und Israel mit meiner Zwillingsschwester, entschied ich mich dafür, Psychologie zu studieren und wurde von der Zentralen Vergabestelle zum Studieren nach Marburg an der Lahn geschickt, eine kleine charmante, deutsche Studentenstadt.

Dort wohnte ich in einer großen Wohngemeinschaft in einem selbstverwalteten, ehemaligen Bettenhaus eines Krankenhauses und lernte in meiner Rolle als „Präsidentin“ dieses Hauses die Höhen und Tiefen der Selbstverwaltung kennen.

1992 absolvierte ich mit Bestnote mein Vordiplom in Psychologie, was mir ermöglichte, nach Berlin zu ziehen und dort mein Diplom in Psychologie abzuschließen. Ich hatte das pulsierende Leben der Großstädte und meine Verbindung zum Theater und zur Oper in Marburg vermisst.

1992-1996

DIPLOM IN PSYCHOLOGIE, MEDIENBERATUNG UND THEATERJAHRE IN BERLIN

Parallel zu meinem Studium der Psychologie an der Technischen Universität Berlin, folgte ich in meinen Berliner Jahren wieder meiner Passion für Theater und Oper. Ich studierte im Nebenfach Theater- und Medienberatung sowie Tanz und Gesang und arbeitete bei mehreren Theaterproduktionen als Regieassistentin mit.

Besonders klar ist mir meine Mitarbeit im Theater Affekt bei Stefan Bachmann in Erinnerung geblieben. Mein paralleler Job im Hebbel Theater erlaubte mir viele internationale Theatergruppen kennen zu lernen. Insgesamt kostete ich in vollsten Zügen die Freiheit des Nach-Mauerfall-Berlins aus, eine einzigartige Phase in der sich gerade wiederentdeckenden Hauptstadt, in der es noch viele geheime, kreative und ungewöhnliche Freiräume für Künstler und Nachtschwärmer gab.

1996-2002

DOKTORARBEIT AM MAX-PLANCK-INSTITUT FÜR BILDUNGSFORSCHUNG IN BERLIN

Nach dem Abschluss meines Magisterstudiums der Psychologie an der Technischen Universität Berlin im Jahr 1996 begann meine wissenschaftliche Karriere. Meine Träume, Theater- und Opernregisseurin zu werden, legte ich auf Eis, um am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin zu promovieren.

Die Jahre, in denen ich an meiner Doktorarbeit mit dem Titel „Plastizität im hohen Alter“ gearbeitet habe, waren äußerst arbeitsintensiv: 12 Stunden Arbeit pro Tag einschließlich der Wochenenden stellten keine Ausnahme dar. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, für meine Bemühungen eine öffentliche Anerkennung zu erhalten, nämlich die Otto-Hahn-Medaille für die beste Dissertation des Jahres 2000 von der Max-Planck-Gesellschaft.

Dieses Stipendium ermöglichte es mir später, nach London zu ziehen und in das gerade entstehende Gebiet der sozialen Neurowissenschaften einzusteigen. Ich schloss meine Doktorarbeit im Jahr 2000 mit der besten Note („summa cum laude“) an der Freien Universität Berlin ab und arbeitete weitere zwei Jahre als Postdoc im Bereich der Entwicklungs- und Alternsforschung am selben Institut. Obwohl ich mich letztlich dafür entschied, das Fachgebiet zu wechseln und die Sozialen Neurowissenschaften in London zu verfolgen, inspirierten mich die Kenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und der Plastizitätsforschung, die ich während meiner Doktorarbeit erwarb, später dazu, mich mit der Erforschung der Entwicklung und Plastizität des sozialen Gehirns zu befassen.

2002-2006

MEINE ZEIT IN LONDON ALS SOZIALE NEURO-WISSENSCHAFTLERIN

Vermutlich, weil ich als Zwilling und somit als intersubjektives Wesen geboren wurde, wollte ich nach Jahren in der empirischen Entwicklungs- und Kognitionspsychologie gerne mehr über die sozialen und emotionalen Aspekte des Menschen und unseres sozialen Gehirns erfahren. So bewarb ich mich bei Chris Frith im Functional Imaging Labor (FIL) in London, heute als Wellcome Centre for Human Imaging bekannt.

Er war einer der ersten Forscher weltweit, der höhere soziale mentale Funktionen erforschte, wie die sogenannte „Theory of Mind“, unsere Fähigkeit, Gedanken und Glaubenssätze anderer zu verstehen. Die Jahrtausendwende war die Geburtsstunde des neuen interdisziplinären Feldes der Sozialen Neurowissenschaften. Zum ersten Mal lag der Schwerpunkt nicht auf der Untersuchung des einzelnen Individuums, sondern auf dem sozialen Gehirn und der Frage, wie wir die Gefühle, Handlungen und Gedanken anderer verstehen.

Im Jahr 2004 veröffentlichte ich die erste Studie über die neuronalen Grundlagen der Empathie in der einflussreichen Zeitschrift Science. In dieser Studie lud ich Paare in den Scanner ein und scannte das Gehirn der Partnerin, während sie sich in ihren Partner einfühlte, der außerhalb des Scanners neben ihr saß und eine kurze, schmerzhafte Stimulation an seinen Hände erlitt. Diese sehr ungewöhnliche Studie weckte großes Interesse, was zu zahlreichen Zitationen führte und mir als Empathieforscherin auf meinem neuen Gebiet der sozialen Neurowissenschaften zum Durchbruch verhalf. Ich verbrachte mein letztes Jahr in London im Labor von Uta Frith am Institut für kognitive Neurowissenschaften der UCL und untersuchte dort, warum Patient*innen im Autismus-Spektrum Schwierigkeiten mit sozialer Kognition und Empathie haben.

2006-2010

MEINE ZEIT ALS NEUROÖKONOMIN IN ZÜRICH

Bereits in meinen Londoner Jahren, hatte ich begonnen, spieltheoretische Paradigmen aus der behavioralen Mikroökonomie für die Nutzung im Scanner zu adaptieren, um die neuronalen Prozesse von Kooperation und prosozialem Verhalten zu untersuchen. Dieses Interesse brachte mich mit dem Mikroökonomen Ernst Fehr in Zürich zusammen.

Nach meinem Umzug nach Zürich und einer zweijährigen Tätigkeit als Assistenzprofessorin gründete ich 2007, zusammen mit Ernst Fehr und Klaas Enno Stephan, das Labor für Soziale und Neuronale Systeme (SNS Lab). 2008 nahm ich als erste europäische Wissenschaftlerin einen Lehrstuhl für Soziale Neurowissenschaften und Neuroökonomie an der wirtschafts-wissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich an.

Während dieser Zeit lernte ich viel über bestehende ökonomische Modelle und stellte fest, dass mir vertraute Konzepte wie Empathie, Mitgefühl und prosoziale Motivation in diesen Modellen fehlten. Im Kontrast dazu, konzentrierten sich klassische Wirtschaftstheorien stattdessen eher auf Konzepte, die in der Psychologie als Konsum-, Macht-/Status- und Leistungsmotive bekannt sind. Das Modell des Homo Oeconomicus zeichnet ein Bild der menschlichen Natur als ausschließlich eigennützig denkend. Die größte Motivation für wirtschaftliche Entscheidungen des Menschens ist es hierbei, eigene Interessen zu maximieren, auch wenn dies auf Kosten des größeren Nutzens der Gemeinschaft oder des Planeten, den wir bewohnen, geht. Präferenzen sind dabei über die Lebensspanne hinweg unveränderbar und ihr Ausdruck ist kontextunabhängig. Mir wurde klar, dass eine derart reduzierte Sicht der menschlichen Natur zum Teil mitverantwortlich ist für viele globale Probleme unserer modernen Welt: Armut inmitten großen Reichtums, zunehmende Ungleichheit, Klimakrisen, internationale Konflikte sowie auf individueller Ebene steigende Zahlen von Depressionen und stressbedingten Krankheiten.

Parallel zu meiner Zusammenarbeit mit Wirtschaftswissenschaftler*innen stand ich in engem Kontakt mit dem Mind and Life Institut, einem von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama mitbegründeten Institut, das den wissenschaftlichen Austausch zwischen fernöstlichen kontemplativen Traditionen und westlicher Wissenschaft fördert. In diesem Zusammenhang habe ich auch mit buddhistischen Mönchen daran gearbeitet, wie wir neuronale Netzwerke des Mitgefühls in unserem Gehrin durch mentales Training verbessern können. So nutzte ich die Gelegenheit, meine Interessen für die Ökonomie, die kontemplativen Wissenschaften und die sozialen Neurowissenschaften zu verbinden und schlug dem Mind and Life Institut vor, im Jahr 2010 eine große Konferenz zum Thema „Altruismus und Mitgefühl in ökonomischen Systemen“ zu organisieren. Diese Konferenz brachte Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen, Ökonom*innen und Sozial-aktivist*innen mit dem Dalai Lama und anderen kontemplativen Gelehrten zusammen. Das Buch „Mitgefühl in der Wirtschaft“ fasst den interdisziplinären Dialog dieser Konferenz zusammen.

Meine Kooperation mit Wirtschafts-wissenschaftler*innen setzt sich durch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Makroökonomen Dennis Snower zum Thema „Caring Economics“ bis zum heutigen Tage fort.

2010-2018

DAS RESOURCE PROJEKT UND MEINE ZEIT ALS MAX-PLANCK-DIREKTORIN IN LEIPZIG

In 2010 verließ ich mit schwerem Herzen Zürich, um dem Ruf des Max-Planck-Instituts für Kognition und Neurowissen-schaften in Leipzig zu folgen und dort als Direktorin die Abteilung für Soziale Neurowissenschaften zu leiten.

Diese Position bot mir die einzigartige Gelegenheit, ein groß angelegtes mentales Trainingsprojekt zur „Plastizität des empathischen Gehirns“ weiterzuentwickeln, für das ich 2008 in Zürich einen Grant vom Europäischen Forschungsrat (ERC Grant) erhalten hatte und für das ich bereits wichtige vorbereitende Studien begonnen hatte.

Die folgenden acht Jahre als Max-Planck-Direktorin in Leipzig waren daher vor allem durch die Organisation und Durchführung dieser riesigen und einzigartigen, groß angelegten, longitudinalen mentalen Trainingsstudie über Mitgefühl geprägt: dem ReSource Projekt. Dieses Projekt war nicht einfach nur eine weitere Forschungsstudie, sondern vielmehr ein lebenslanges Projekt, in das ich viele meiner früheren Fachgebiete sowie persönlichen Retreat- und Seminarerfahrungen integrieren konnte. Die Idee war, ein langfristiges mentales Trainingsprogramm zu schaffen, das sowohl auf Meditation und kontemplativen Ansätzen aus dem Fernosten als auch auf Ansätzen aus der westlichen Psychologie und den Neurowissenschaften basierte. Ziel war es, wichtige Fähigkeiten wie Achtsamkeit, Mitgefühl und ein besseres Verständnis von sich selbst und anderen Menschen zu fördern. Dieses Interventionsprogramm sollte säkular sein und seine Auswirkungen sollten mit einem ganzheitlichen Ansatz wissenschaftlich gemessen werden, der viele verschiedene Beobachtungsebenen berücksichtigt: von Gehirn, Körpergewahrsein und Hormonen über subjektives Wohlbefinden, soziale Kognition und Emotionen bis hin zu beobachtbaren Verhaltensweisen und sozialen Interaktionen. Diese Studie war sicherlich die mutigste und komplexeste all meiner bisherigen Studien und brachte mich trotz ihres großen Erfolgs zuweilen auch an meine persönlichen Grenzen.

Als ich 2010 von Zürich nach Leipzig umzog, begann ich zunächst damit, die notwendigen Labore und die Testumgebung für diese Multimethodenstudie neu aufzubauen (z.B. Anschaffung und Bau eines Scanners, Multi-computerlabors, Satellitenlabors in Berlin usw.). Nachdem ich ein großes Team von Forschern und Hilfspersonal rekrutiert hatte, erhoben wir zwischen 2013 und 2016 die Daten dieser longitudinalen Trainingsstudie mit mehr als 300 Teilnehmer*innen am Institut in Leipzig sowie in dem Satellitenlabor in Berlin, dem Haus5. Seit 2015 arbeite ich mit einer großen, inzwischen weltweit verteilten Gruppe von Forscher*innen an der Datenanalyse und der Veröffentlichung der Ergebnisse des ReSource Projekts. Bislang konnten wir mehr als 40 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlichen. Außerdem bemühe ich mich jetzt auch darum, dieses Know-how in praktische Anwendungen zu bringen, die die Resilienz, die psychische Gesundheit und die sozialen Kompetenzen in verschiedenen Teilen der Gesellschaft fördern sollen.

Parallel zur Durchführung dieser komplexen mentalen Trainingsstudie über die Plastizität des sozialen Gehirns entwickelte ich weiterhin ein ganzheitliches Forschungsprogramm, was einige meiner früheren Expertisen und Forschungsfelder abdeckte. So untersuchte ich sowohl die Entwicklung des sozialen Gehirns bei Kindern als auch die psychopathologischen Ursachen sozialer Defizite bei bestimmten Patientenpopulationen, wie Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung, Narzissmus oder Depression. Ich wollte die Ursachen vieler moderner Phänomene besser verstehen, wie die Zunahme von Narzissmus, Depressionsraten, stressbedingten Erkrankungen sowie Einsamkeit.

Darüber hinaus setzte ich meine Arbeit zur Integration von Neurowissenschaften und Ökonomie mit dem Makroökonomen Dennis Snower fort, der bis 2018 Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft war. Auf der Grundlage eines Grants des „Institute of New Economic Thinking (INET)“ mit dem Titel „From Homo Economicus towards Caring Economics“ untersuchten wir, wie Psychologie und Neurowissenschaft neue ökonomische Modelle beeinflussen können.

Ende 2018, nach einer sehr schwierigen Zeit am Max-Planck-Institut in Leipzig, trat ich von meiner dortigen Direktorenstelle zurück und zog Anfang 2019 endgültig nach Berlin, wo ich bereits seit 2016 lebte. In Berlin setzte ich als Professorin und wissenschaftliche Leiterin der Forschungsgruppe Soziale Neurowissen-schaften der Max-Planck-Gesellschaft meine bisherige Arbeit über Mitgefühl und Empathie und deren Trainierbarkeit in meinem Satellitenlabor, Haus5, auf dem Campus der Humboldt-Universität Berlin und später nach dem Umzug 2021 mit meinem neuen Team ins JFK Haus am Berliner Hauptbahnhof fort.

2019-jetzt

ALS BRÜCKENBAUERIN ZURÜCK IN BERLIN

Im Rahmen meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Leiterin des Social Neuroscience Lab in Berlin habe ich zwei große Forschungsprojekte realisiert: das CovSocial Project (2019–2023) und das Edu Project (2024–heute) mit seinen beiden Teilprojekten Edu School und Edu HealthCare.

CovSocial war ein Projekt zur mentalen Gesundheit, Resilienz und sozialen Kohäsion während der COVID-19-Pandemie und konnte in seiner zweiten Projektphase aufzeigen, dass bereits eine niedrig dosierte, 10-wöchige Online-Dyadenintervention mit täglichen Dyaden und wöchentlichen Coaching-Sitzungen Einsamkeit und Stress reduzieren und gleichzeitig Empathie, (Selbst-)Mitgefühl, Resilienz und mentale Gesundheit stärken kann. Aufbauend auf diesen Ergebnissen bringt das Edu Project diese Ansätze nun in skalierbarer Form in die Gesellschaft – in Schulen und in das Gesundheitswesen. Diese Forschung verbindet meine Grundlagenarbeit zur sozialen Neurowissenschaft mit meinem besonderen Anliegen, wissenschaftliche Erkenntnisse in wirksame und alltagstaugliche Anwendungen zu übersetzen.

Mein lebenslanges Interesse daran, zu erforschen, wie innerer Wandel zu gesellschaftlichem Wandel führen kann, hat mich auch dazu bewegt, Workshops und Masterklassen zu entwickeln. Seit 2020 entwickle ich mit ReConnect! evidenzbasierte mentale Trainings und Dyadenformate für Bildung, Gesundheit, Organisationen und Gesellschaft.

Ein weiterer Teil meiner translationalen Arbeit, Wissenschaft verständlich und erlebbar in die Gesellschaft zu bringen, ist die Konzeption und Kuratierung großer interdisziplinärer Dialoge und Veranstaltungen an den Schnittstellen von Wissenschaft, Politik und Kunst. Dazu gehören unter anderem internationale Großkonferenzen und Dialogformate mit dem Mind & Life Institute und dem Dalai Lama, die ich 2010 in Zürich und 2016 in Brüssel kuratierte und bei denen wissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlichen und kulturellen Perspektiven auf die Bühne und in Workshops gebracht wurden. Meine bereits in jungen Jahren entwickelte Leidenschaft für die Künste hat mich zudem immer wieder zu Art-Science-Kooperationen geführt, unter anderem über viele Jahre mit dem dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson.

Heute möchte ich mein über 30-jähriges Wissen aus Forschung und Praxis auf vielfältige Weise in die Gesellschaft tragen – über Vorträge auf großen internationalen Bühnen, Masterklassen und Workshops sowie mit ReConnect! und seinen evidenzbasierten Dyadenprogrammen, um wissenschaftliche Erkenntnisse über das soziale Gehirn und die trainierbaren Fähigkeiten des Menschen für immer mehr Menschen zugänglich und praktisch nutzbar zu machen.
All pictures by @TaniaSinger

Reisen, Photos, Essen, Singen

Meine Leidenschaften

Meine Biographie wäre nicht vollständig, wenn ich meine Leidenschaft fürs Reisen, Photographieren, Singen, Kochen und Essen nicht erwähnen würde! Die Liebe zum Essen verdanke ich meinen französischen Vorfahren, insbesondere meiner französischen Großmutter und Mutter – den besten Köchinnen der Welt – und den sehr langen Mahlzeiten meiner Kindheit. Meine Liebe zum Gesang begann sehr früh: bereits als Kind habe ich Opernlibrettos verschlungen wie Eiscreme und mein erster Berufswunsch war, Regisseurin in der Oper zu werden. Gesangsunterricht habe ich allerdings erst viel später im Leben und recht privat begonnen, selten vor Publikum, aber mit großer Freude. Die Leidenschaft für das Reisen habe ich mit in die Wiege gelegt bekommen, da ich aus einer sehr internationalen Familie komme, mit Großeltern aus Frankreich und Deutschland, Tanten und Onkeln aus Spanien und den USA und sogar einer Indianischen Urgrossmutter. Bis heute genieße ich es zutiefst, beim Reisen in verschiedene Kulturen einzutauchen, über Märkte zu schlendern und Fotos zu machen.

Ein paar Reisephotos von mir sind hier im Slider unten zu sehen: