Forscherin, Autorin, Sprecherin

Tania Singer

Prof. Dr. Tania Singer ist eine soziale Neurowissenschaftlerin und Psychologin und ist weltweit für Ihre Forschung über Empathie und Mitgefühl bekannt. Sie liebt es, Brücken zwischen Feldern zu bauen, die sonst nur selten interagieren, wie z.B. zwischen den Neuro- und den Wirtschaftswissenschaften, der Forschung und der Kunst, oder den Naturwissenschaften und den kontemplativen Traditionen aus dem Fernosten.

 

„Die Abwesenheit von Mitgefühl ist die Ursache für die meisten unserer derzeitigen globalen Probleme.“

 

 

Inspiriert durch fernöstliche Geistestraditionen hat sie eine der weltweit größten, auf Meditation basierenden mentalen Trainingsstudien zum Mitgefühl initiiert und geleitet: das ReSource Projekt. Diese Erkenntnisse hat sie mit Ansätzen aus der Ökonomie verbunden, um im Sinne eines Modells der „Caring Economics“ neue ökonomische Modelle zu entwickeln, in denen Fürsorge und soziale Kohäsion im Mittelpunkt stehen.

 

Im Laufe ihres Lebens, hat sie immer wieder Wege exploriert, wie innere Veränderungsprozesse gesellschaftlichen Wandel hervorbringen können, und hat damit die Wissenschaft in den Dienst gesellschaftlicher Transformation gesetzt.

BRÜCKEN BAUEN ZWISCHEN DISZIPLINEN

Fachgebiete

Im Laufe ihrer wissenschaftlichen Karriere hat Tania Singer immer gerne Brücken zwischen Feldern gebaut, die ansonsten selten interagieren. So hat sie an der Schnittstelle zwischen der Sozialpsychologie und den Neurowissenschaften, den Neuro- und Wirtschaftswissenschaften, den Natur- und Geisteswissenschaften und der Kunst sowie den fernöstlichen, kontemplativen Traditionen geforscht.

Hybrides Symposium am 1. & 2. Dezember 2022

Suffering and Flourishing during the Covid-19 Pandemic

Dieses internationale Symposium befasst sich mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die mentale Gesundheit, die Resilienz und Aspekte des sozialen Zusammenhalts sowie mit den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die negativen Auswirkungen dieser globalen Krise auf die mentale Gesundheit weltweit zu verringern.
Das Symposium findet vom Donnerstag, 1. bis Freitag, 2. Dezember 2022 im Social Neuroscience Lab in Berlin statt.

Der erste Tag des Symposiums befasst sich mit den neuesten Daten zu den Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Dimensionen der mentalen Gesundheit, der Resilienz und der Aspekte des sozialen Zusammenhalts, die aus großen pandemiebezogenen Studien aus aller Welt stammen. Am zweiten Tag wird die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Verbesserung der mentalen Gesundheit und Resilienz nach der Pandemie untersucht.

Hier geht es zur Registrierung für die Online-Teilnahme.

Hier geht es zum Download des Programms.

Das CovSocial Projekt

Die COVID-19-Pandemie hatte weitreichende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das tägliche soziale Leben vieler Menschen auf der ganzen Welt.
Das CovSocial-Projekt zielt in einer ersten Phase darauf ab, diese entscheidenden pandemiebedingten Veränderungen zu beleuchten, indem zahlreiche Marker der psychischen Gesundheit, der Resilienz und des sozialen Zusammenhalts in einer großen Stichprobe von Berliner*innen während der Lockdowns in den Jahren 2020/21 longitudinal untersucht werden. In einer zweiten Phase untersuchten wir, ob wir die bei den Berlinern beobachtete erhöhte Einsamkeit und psychische Vulnerabilität durch einfache 10-wöchige achtsamkeitsbasierte oder dyadische sozio-affektive mentale Trainings (online per App) reduzieren können.

Erste deskriptive Ergebnisse zu ausgewählten Messgrößen mit Fokus auf psychische Vulnerabilität, psychische Resilienz und sozialen Zusammenhalt aus Phase 1 können hier heruntergeladen werden.

Mehr Informationen gibt es auf der CovSocial Projekt Website.

ReConnect in Society Masterclasses

Um wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu übertragen, unterrichtet Tania Singer ReConnect in Society Masterklassen. Es handelt sich dabei um spezielle Formate, die an die Bedürfnisse verschiedener institutioneller Umgebungen wie Gesundheitswesen, Bildung oder Wirtschaft/Führung angepasst sind.
Sie beginnen mit 3- bis 4-tägigen Retreats und werden gefolgt von 8-wöchigen täglichen partnerschaftlichen dyadischen Übungen zu Hause, die durch wöchentliche Zoom-Coachings unterstützt werden, um die Praxis zu vertiefen.
Solche Masterclasses beinhalten eine gute Balance zwischen eher theoretischen Lehren in psycho-biologischen Themen und angewandten Praxissitzungen.
Wenn Sie daran interessiert sind, an der nächsten deutschen ReConnect Masterclass vom 15.-18.02.2024 teilzunehmen, geht es hier zum Kontaktformular.

Für mehr Informationen und Anmeldung hier klicken.

Flyer mit weiteren Informationen

Über Tania Singer

Tania Singer hat eine reiche, bunte und internationale Biographie, die von vielen Umzügen innerhalb Deutschlands und Europas gekennzeichnet ist. Im Folgenden sind einige Stichpunkte zu ihren wichtigsten akademischen Lebensabschnitten gelistet:

Eine etwas persönlichere Biographie sowie ihren vollständigen akademischen Lebenslauf können hier gefunden werden.

Tania Singer ist Professorin und Leiterin des Labors für Soziale Neurowissenschaften der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. Sie erforscht das menschliche Sozialverhalten und soziale Emotionen wie Empathie und Mitgefühl sowie deren Trainierbarkeit.

 

Sie ist Gründerin und Projektleiterin des ReSource Projekts, einer groß angelegten Längsschnittstudie mit mehr als 300 Teilnehmern und 90 verschiedenen Maßen zu den Auswirkungen von meditationsbasiertem, mentalen Training auf die Plastizität des Gehirns, die geistige und körperliche Gesundheit sowie auf das prosoziale Verhalten. Die Entwicklung und Durchführung des ReSource-Projekts haben mehr als 10 Jahre gedauert. Bisher sind daraus über 40 wissenschaftliche Arbeiten mit Peer-Review veröffentlicht worden (siehe hier für die ReSource-Webseite).

 

Außerdem arbeitet sie gemeinsam mit dem Makroökonomen Prof. Dennis Snower an „Caring Economics“ Modellen. Dabei erforschen sie, wie Biologie und Psychologie neue Wirtschaftsmodelle und Entscheidungsprozesse beeinflussen können.

 

Aktuell leitet sie das CovSocial Projekt, eine Studie, die die Veränderungen von Vulnerabilität, sozialem Zusammenhalt und Resilienz im Zusammenhang mit der SARS-COV-19-Pandemie in Berlin untersucht.

Im Rahmen ihrer langjährigen Mitgliedschaft im Vorstand des Mind and Life Instituts organisierte sie gemeinsam mit dem buddhistischen Mönch Matthieu Ricard zwei große Konferenzen mit dem Dalai Lama, 2010 in Zürich und 2016 in Brüssel. Die Erkenntnisse aus diesen Konferenzen wurden in zwei Büchern veröffentlicht: „Mitgefühl Wirtschaft“ und „Die Macht der Fürsorge“.

 

Darüber hinaus hat sie ihre Ergebnisse in mehr als 150 hochrangigen, wissenschaftlichen Fachartikeln und Buchkapiteln veröffentlicht und mehrere hundert Vorträge in Institutionen wie dem Weltwirtschaftsforum, dem MIT, Harvard, Oxford, Stanford, der ETH und bei vielen globalen Unternehmen gehalten.

 

Im Laufe ihrer Karriere hat sie sich immer wieder für die Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft eingesetzt. Unter anderem arbeitet sie mit dem Künstler Olafur Eliasson zusammen, mit dem sie einen Film und ein kostenlos verfügbares eBook über Mitgefühl produziert hat.

 

  • Studium der Psychologie und Medienberatung an der Philipp Universität Marburg und der Technischen Universität Berlin.
  • Ph.D. in Psychologie am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin.
  • Postdoktorandin am Wellcome Centre for Human Neuroimaging und Institut für kognitive Neurowissenschaften am University College, London.
  • Assistenzprofessorin und Professorin für Soziale Neurowissenschaften und Neuroökonomie & Gründungslehrstuhl in Neuroökonomie & Ko-Direktorin des Labors zur Erforschung Sozialer und Neuronaler Systeme an der Universität Zürich.
  • Direktorin der Abteilung für Soziale Neurowissenschaft am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig.
  • Wissenschaftliche Leitung der Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin.

News & Events

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  • Suffering and Flourishing during the Covid-19 Pandemic (hier klicken für die Online-Teilnahme)

    Dieses internationale Symposium befasst sich mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die mentale Gesundheit, die Resilienz und Aspekte des sozialen Zusammenhalts sowie mit den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die negativen Auswirkungen dieser globalen Krise auf die mentale Gesundheit weltweit zu verringern.
    Das Symposium findet vom Donnerstag, 1. bis Freitag, 2. Dezember 2022 im Social Neuroscience Lab in Berlin statt.

  • BBC Interview

    22. März 2022 – In dieser Interviewreihe der BBC spricht Tania Singer über den Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl. (Englisch)

Neue Talks & Podcasts

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  • Global Joy Summit mit dem Dalai Lama

    Tania Singer im Gespräch mit seiner Heiligkeit dem Dalai Lama und Richard Davidson in einer Special Session zu Altruismus und Innerer Stärke im Rahmen des Global Joy Summit. (engl.)

  • Vortrag beim CCARE Lab in Stanford

    25. Mai 2022 – Im Rahmen der Meng-Wu Lecture Series hält Tania Singer einen Vortrag über Motivation, Fürsorge und Mitgefühl aus Sicht der Neurowissenschaften. (Englisch)

Wissenschaftliche Publikationen

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